Die Aufbereitung und Weitergabe von Wissen mittels digitaler Medien unterscheiden sich erheblich von der Wissensweitergabe im Rahmen von Präsenzveranstaltungen oder Face-to-Face-Gesprächen. Entsprechendes Know-how (Methodik, Didaktik, Rhetorik, Mimik, Gestik) ist bei den Fachkräften aus dem Gesundheitswesen bislang noch nicht vorhanden.

Im Rahmen des Projektes werden daher Personalentwicklungskonzepte entwickelt und erprobt, die die Expertinnen und Experten aus dem geriatrischen Bereich in die Lage versetzen, ihr Wissen mit Hilfe von Lern- und Informationsfilmen an Kolleginnen und Kollegen, aber auch an Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörige weiterzugeben. Darüber hinaus müssen die geriatrischen Fachkräfte in die Lage versetzt werden, Diskussionen, Arbeitsgruppen und andere Kommunikationsprozesse in virtuellen Räumen adäquat zu moderieren und zu strukturieren.

Bei der Konzeption werden die besonderen Bedarfe von Männern und Frauen in den Blick genommen. Gerade in der Kommunikation mit Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörigen kommt es im geriatrischen Bereich darauf an, vorhandene Ressourcen sichtbar zu machen und zu stärken, Sicherheit zu geben und Ängste aufzugreifen. Hierbei spielen insbesondere auch Aspekte eines traumasensiblen Arbeitens eine wichtige Rolle, um Re-Traumatisierungen durch das erneute Erleben von Ohnmacht zu verhindern und neue Traumatisierungen aufgrund fehlenden Know-hows der Fachkräfte zu vermeiden.

Die geriatrischen Fachkräfte benötigen neben entsprechendem Fachwissen auch das Know-how, wie dies mittels eines digitalen Informationstransfers transportiert werden kann. Psychoedukation und Psychohygiene, die die Ängste und Bedarfe der Patientinnen und Patienten sowie der Angehörigen bewusst aufgreifen, können in diesem Kontext unterstützend wirken, so dass geriatrische Patientinnen und Patienten Ressourcen selbst aktivieren können.